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Ausstellungstipps 2018 für das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum

Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle 00028 Landeshauptstadt Kiel Martina HansenDas Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle (Foto: ©Landeshauptstadt Kiel / Martina Hansen)Das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum beschäftigt sich an vier Ausstellungsorten mit der Geschichte und dem Werdegang der Stadt an der Kieler Förde. Im Stadtmuseum Warleberger Hof in der Dänischen Straße werden Kunst, Kultur und Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert mit wechselnden Sonderausstellungen mit Objekten aus der großen Museumssammlung beleuchtet. Im Schifffahrtsmuseum Fischhalle (Wall 65) in einer ehemaligen Fischauktionshalle wird Kiels Geschichte als Hafenstadt, als Marine- und Werftenstandort sowie als Ort des Segelsports präsentiert. An der Seegarten-Brücke gleich neben der Fischhalle können drei historische Schiffe in Ergänzung zur  Ausstellung des Schifffahrtsmuseums besichtigt werden. Hierbei handelt es sich um den Tonnenleger „Bussard“, das Feuerlöschboot „Kiel“ und das Seenotrettungsboot „Hindenburg“. Im Museumsdepot Wissenschaftspark (Kunhnkestrasse 6) auf dem Unicampus lagern die vielen Objekte aus der Sammlung des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. Regelmäßig kann die bedeutende Sammlung zu Tagen der offenen Tür besichtigt werdenDetaillierte Informationen finden Sie zudem unter diesem Link: Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum.

Tipp: Kiel kocht. Lebensmittelversorgung, Ernährung und Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert

Im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum im Warleberger Hof ist vom vom 25. November 2018 - 9. Juni 2019 die Sonderausstellung „Kiel kocht. Lebensmittelversorgung, Ernährung und Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert“ zu sehen. Auf drei Etagen werden mehr als 400 historische Objekte aus der eigenen Museumssammlung präsentiert. Sie geben Einblicke in die lokale Esskultur der letzten 200 Jahre. Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation.

Zu den über 400 ausgestellten Exponaten zählen historische Küchenutensilien, Herde und Mobiliar. Auch Kochbücher, Werbeplakate sowie Produktverpackungen werden präsentiert. Ausgestellt werden ebenfalls 140 Reproduktionen historischer Fotos mit stadtgeschichtlichen Motiven aus dem Bestand des Stadtarchivs.

Neben der Ernährungswirtschaft spielen auch volkswirtschaftliche und politische Gesichtspunkte in der Küchengeschichte eine Rolle. Dies gilt besonders in Zeiten von Krieg und Krisen, in denen die Versorgung der Bevölkerung – auch in Hinblick auf eine politische Stabilisierung – von staatlicher Seite gesichert sein sollten. Doch Ernährung ist auch ein Zeichen kultureller Identität. Sie wird daher von entsprechenden Konventionen und den ihnen zugrundeliegenden Wertgefügen geprägt. So befassen sich die Ausstellung und der Katalog auch mit Tischsitten als Ausdruck sozialer und kultureller Zugehörigkeit.  Im 20. Jahrhundert ist vor allem der massive Einfluss von Werbung bewusstseinsbildend und prägt das Ernährungsverhalten weit mehr als andere kulturelle Einflüsse. In der Ausstellung sind vielfältige historische Plakate zu sehen. In einer Großstadt wie Kiel steht die Entwicklung von Produktion, Vertrieb und Konsum industrieller Lebensmittel im Mittelpunkt. Es ist die Geschichte von der zunehmend zentralen Versorgung der urbanen Gesellschaft. Kiel als seinerzeit extrem schnell wachsende Stadt ist ein Beispiel dafür, wie sich Lebensmittelversorgung und Ernährung unter verschiedenen äußeren Einflüssen in den letzten 200 Jahren verändert haben bis hin zu einer global organisierten Ernährungswirtschaft.

Tipp: 100 Jahre Kieler Matrosenaufstand

2018 jährt sich der Kieler Matrosenaufstand zum einhundertsten Mal. Die Landeshauptstadt Kiel und viele Institutionen und Vereine laden unter dem Motto „Demokratie erkämpfen. Demokratie leben.“ dazu ein, sich dem Ereignis von 1918 auf unterschiedliche Weise und auch aus heutiger Sicht zu nähern.

Theateraufführungen, Filme, Stadtrundgänge, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Bücher und vieles mehr tragen dazu bei, an diesen historischen Wendepunkt deutscher Geschichte zu erinnern.

Der Kieler Matrosenaufstand gilt als ein Schlüsselereignis der deutschen Geschichte und als Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie. Meuterei in Wilhelmshaven, Aufstand in Kiel und Revolution im Deutschen Reich – im Herbst 1918 schlug die Stunde der Matrosen. Die revolutionäre Bewegung erfasste von der Küste ausgehend in wenigen Tagen das ganze Reich. Am 9. November 1918 musste der Kaiser abdanken und in Berlin wurde die Republik ausgerufen. Zwei Tage später wurde ein Waffenstillstand geschlossen und der Erste Weltkrieg beendet.

Das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum zeigt in der Fischhalle 6. Mai 2018 - 19. März 2019 eine zentrale Ausstellung zum Matrosenaufstand von 1918. Da das Haus völlig für dieses Ereignis umgestaltet wird, bleibt die Fischhalle vom 29. Januar - 5. Mai 2018 wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Wer sich für weitere Veranstaltungen zum Thema interessiert, kann sich in einem Faltblatt informieren. Für das erste Halbjahr ist im Dezember 2017 ein Flyer erschienen, der eine erste Übersicht über die Veranstaltungen von Januar bis Juni bietet. Es liegt in beiden Rathäusern sowie in vielen Veranstaltungshäusern, Restaurants und Kneipen aus und kann auch unter www.kiel.de/matrosenaufstand heruntergeladen werden. Im Juni erscheint dann das Programm für die zweite Hälfte des Jubiläumsjahres 2018.

Doku-Tipp: Zur Ausstellung haben NDR und ARTE das Doku-Drama „1918 Aufstand der Matrosen“ gedreht, das den Publikumspreis des CineMare-Festivals in Kiel gewonnen hat. Der Film von Jens Becker erzählt die Geschichte des Kieler Matrosenaufstands am Ende des Ersten Weltkriegs - die Initialzündung für die revolutionäre Bewegung, die im November 1918 das Deutsche Reich ergriff und zum Sturz der Monarchie sowie zum Ende des Ersten Weltkriegs führte. Weitere Infos hier

Im Zentrum des Films stehen der Matrose Karl Artelt (Lucas Prisor), seine Verlobte Helene Hartung (Henriette Confurius) sowie deren Bruder August (Alexander Finkenwirth). Karl stellt sich an die Spitze der aufständischen Matrosen. Helene teilt seine Ansichten, doch ihr Bruder August lehnt revolutionäre Gewalt als Mittel zur Veränderung der Gesellschaft ab. Parallel dazu werden die Konflikte des neuen Gouverneurs von Kiel, Admiral Wilhelm Souchon (Ernst Stötzner), aufgezeigt. Er will die Krise in Verhandlungen lösen und holt dafür den SPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Noske (Rainer Reiners) nach Kiel. Der Film verwebt die Spielhandlung mit historischem Bildmaterial sowie Berichten von Zeitzeugen. Im Interview reflektieren die Politiker Björn Engholm und Sahra Wagenknecht sowie Flottillenadmiral Kay-Achim Schönbach die Bedeutung der Ereignisse für den Beginn der deutschen Demokratie.

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