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Stralsund entdecken und erleben - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Tipps für Ausflüge

Stralsund entdecken und erleben - Die Hansestadt ist nicht nur ein Tipp für einen City-Trip, sondern auch der ideale Ausgangspunkt, um die Küste der Ostsee in dieser Region anhand von Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken, auch finden Sie Tipps für Ausflüge. Über die Rügenbrücke ist es nur ein Katzensprung zur Insel Rügen, und auch der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft liegt direkt vor der Haustür. Die Altstadt von Stralsund wurde 2002 - neben der Altstadt von Wismar - als Kulturdenkmal in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Hierzu gibt es eine informative Ausstellung im sanierten Barockpalais, die über die Welterbestadt Stralsund und das Welterbeprogramm der UNESCO informiert. Doch am besten erkundet man die Altstadt zu Fuß - immer auf den Spuren norddeutscher Backsteingotik. Neben imposanten Kirchen und Klöstern finden BesucherInnen gepflegte Giebelhäuser oder das sehenswerte Rathausensemble, das Wahrzeichen Stralsunds. Viel besuchte Attraktionen sind auch die Standorte des Meeresmuseums - mit Meeresmuseum, Nautineum und Ozeaneum in Stralsund sowie dem Natureum in Prerow.

Stralsund Museum

Stralsund Museum mit den Standorten Katharinenkloster, Museumshaus und Marinemuseum

Das Stralsund-Museum beherbergt an drei Standorten Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen.

Mitten in der Altstadt finden wir das Katharinenkloster mit außergewöhnlichen Exponaten und Sammlungen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Am Standort Katharinenkloster sind u.a. der Hiddenseer Goldschmuck, die Löwensche Sammlung, der mittelalterliche Paramentenschatz, die Speilzeugsammlung oder die Stralsunder Fayencen ausgestellt. Der Museumsbestand zur Bildenden Kunst umfasst Gemälde, Grafiken, Plastiken, Skulpturen und Fotografien. Dabei bilden die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region den Sammlungsschwerpunkt. Zu sehen sind u.a. Werke von Heinrich Lietz, Theodor Schultze-Jasmer oder von Elisabeth Büchsel. Zu den besonders wertvollen Gemälden zählt das kleine Ölbild „Elblandschaft“ von Caspar David Friedrich. Das 1.000 Jahre alte Wikingergold – bestehend aus dem Hiddenseer und dem Peenemünder Goldschmuck – ist nach der Sanierung des „Stralsund Museums“ im Standort Katharinenkloster erstmals im Original in einer Dauerausstellung zu sehen. Der Hiddenseer und der Peenemünder Goldschmuck gehören zu den bedeutendsten ihrer Art im Ostseeraum. Der Standort Katharinenkoster ist aufgrund von Umbauarbeiten bis zum Frühjahr 2021 geschlossen.

Wikingergold im Museum StralsundDas Wikingergold im Stralsund Museum (Foto: Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH / Kinder)

Das Museumshaus Mönchstrasse 38, das in einem mittelalterlichen Krämerhaus untergebracht ist, befasst sich mit der regionalen Kulturgeschichte aus 600 Jahren. Insbesondere sind Einrichtungsgegenstände aus dem Museumsbestand und Funde, die bei der Sanierung des Hauses zum Vorschein kamen, ausgestellt. Saniert und restauriert wurde das historische Gebäude mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Das Marinemuseum befindet sich auf der Insel Dänholm, die über den Rügendamm zu erreichen ist. Auf dem Außengelände sind Originale, wie ein Marinehubschrauber oder ein Torpedoschnellboot zu sehen. In den Ausstellungsräumen wird die militärische Geschichte der Insel Dänholm oder der Festungs- und Garnisonsstadt Stralsund veranschaulicht, auch zur Geschichte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft sowie zu Forschungsergebnissen der Unterwasserarchäologie gibt es Informationen. Weiterhin sind über 200 Funde, die aus Wracks der Region stammen, ausgestellt.

Exkurs: Wikingergold auf Hiddensee

Auf Hiddensee tauchte in den Jahren 1872 und 1874 Goldschmuck aus der Wikingerzeit auf. Das wertvolle Metall, seine ästhetische Gestaltung und die fremdartige Ornamentik, all das unterstreicht die geheimnisvolle Aura der 16 Schmuckstücke. Ein Buch aus dem Hinstorff Verlag gibt einen facettenreichen Überblick über den Schmuck und seine Zeit.

Das Ensemble, zu dem eine Brosche, ein Halsring und 14 Anhänger gehören, zählt zu den schönsten und technisch aufwendigsten Feinschmiedearbeiten aus dem wikingischen Norden. Es zeigt die gemeinhin als rau und wagemutig bekannten Seefahrer und Krieger von einer anderen Seite: Sie verstanden sich auch auf die Herstellung filigraner Schmuckstücke.

Mit dem Goldschmuck von Hiddensee verknüpfen sich spannende Fragen: Wer hat ihn in wessen Auftrag hergestellt? Warum wurden dabei alte nordische und christliche Symbole miteinander kombiniert? Aus welchem Grund wurde der Schmuck vergraben?

Texte von Archäologen, Historikern und Naturwissenschaftlern, kombiniert mit zahlreichen Abbildungen, liefern ein farbiges Bild von den Geschehnissen vor rund 1000 Jahren. Mit ihren Beiträgen zeigen die Autoren, ausgehend von unterschiedlichen Forschungsansätzen, weshalb der Goldschmuck von Hiddensee bis heute eineherausragende Rolle unter den archäologischen Funden zur Wikingerzeit spielt.

Cover Wikingergold auf Hiddensee

Barbara Armbruster/Heidemarie Eilbracht
Wikingergold auf Hiddensee
Hinstorff Verlag
Band 6 der Reihe "Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern"
Herausgeber: Kulturhistorisches Museum Stralsund, Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Ostdeutsche Sparkassenstiftung
208 Seiten, 190 Abbildungen, gebunden, Hardcover
ISBN 978-3-356-01393-1
19,90 Euro - Zum Buch bei bücher.de Wikingergold auf Hiddensee (+)

Infos für BesucherInnen:

  • Wo: Katharinenkloster, Mönchstraße 25, 18439 Stralsund :: Marinemuseum Dänholm, Zur Sternschanze 7, 18439 Stralsund :: Museumshaus, Mönchstrasse 38, 18439 Stralsund
  • Wann: Katharinenkloster und Museumshaus, Di – So, 10.00 – 17.00 Uhr - geschlossen 24. und 31. Dezember :: Marinemuseum, Di – So, 10.00 – 17.00 Uhr (Mai bis Oktober)
  • Wieviel: Katharinenkloster - Erwachsene 6,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro :: Museumshaus - Erwachsene 3,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon (03831) 253617, Email museum(at)stralsund.de sowie mehr Infos im Internet unter www.stralsund-museum.de

Ozeaneum

Ozeaneum Stralsund – Museum des Jahres 2010

Am 11. Juli 2008 eröffnete Bundeskanzlerin Angelika Merkel Norddeutschlands größten Museumsneubau, das Ozeaneum in Stralsund. Das Deutsche Meeresmuseum erhielt auf Stralsunds Hafeninsel mit dem Ozeaneum einen weiteren Standort und Publikumsmagneten. In den ersten vier Monaten nach der Eröffnung kamen 500.000 Besucher, um sich die Ausstellungen des Museumsneubaus anzusehen. Ungewöhnlich modern fügt sich der Neubau in das historische Hafenpanorama von Stralsund. Knapp vierzig riesige Meerwasseraquarien beschreiben die Reise durch die Unterwasserwelt der Ost- und Nordsee.

Ausflüge, Sehenswürdigkeiten, Attraktionen - Stralsund entdecken und erleben im OzeaneumDer Stralsunder Hafen mit dem OZEANEUM (Foto: Johannes-Maria Schlorke / OZEANEUM Stralsund)

Die Entdeckungstour durch das Ostseeaquarium beginnt im Stralsunder Hafen, führt weiter durch die Boddengewässer, Seegraswiesen vorbei an Rügens Kreideküste bis hin zu Skandinaviens Schärengärten. Der Zuschauer erlebt die einzigartige Flora und Fauna der verschiedenen Meeresregionen und lernt neben bekannten Fischarten, wie Flunder und Plattfische, auch ungewöhnliche Wassertiere wie die Wollhandkrabbe, oder den vom Aussterben bedrohten Stör, bekannt als Lieferant der Delikatesse Kaviar, kennen.

Das Nordseeaquarium zeigt die Lebensräume der Nordsee, des Nordatlantiks und des Polarmeeres. Ein Tunnelaquarium präsentiert das Meer um die Felseninsel Helgoland, im Gezeitenbecken werden Ebbe und Flut simuliert, und ein Brandungsbecken zeigt, wie die Fische sich in der Brandung verhalten. Und mit 2,6 Millionen Litern Wasser ist das Schwarmfischbecken das größte Becken im Ozeaneum. Hier lebt ein Heringsschwarm wie im offenen Atlantik.

Die Erforschung und Nutzung der Meere wird in einer weiteren Ausstellung verdeutlicht. In der nachgebildeten Kabine eines Forschungstauchbootes kann eine Fahrt in die Tiefe mit erlebt werden. Im „Meer für Kinder“ können auch die jungen und jüngsten Besucher ihren Forscherdrang befriedigen. Spiel- und Erlebnisstationen bringen ihnen die Einzigartigkeit des Lebensraumes Meer näher.

In Zusammenarbeit mit Greenpeace entstand die Ausstellung „1:1 - Riesen der Meere“. In Originalgröße schweben in der 20 Meter hohen Halle über den Köpfen der Besucher unterschiedliche Wale, ein Blauwal mit einer Länge von 26 Metern ist das größte Exponat. Zu sehen sind weiterhin ein Schwertwal, ein Buckelwal mit Jungtier und ein abtauchender Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar. Greenpeace möchte mit dieser Kooperation seine weltweiten Aktivitäten zum Schutz der Meere erweitern. Die Wale sind durch Klimawandel, Fischerei und die Verschmutzung der Meere bedroht, und durch die Präsentation möchte Greenpeace für diese einzigartigen Meeresgiganten werben und ihre Gefährdung für den Besucher bewusst machen.

Stralsund1Blick in die Dauerausstellung 1 : 1 Riesen der Meere (Foto: J.-M. Schlorke)

Die 7.000 Meerestiere leben in einer Umgebung, die ihrem natürlichen Lebensraum entspricht. Aktuelle wissenschaftliche Standards wurden bei den Haltungsbedingungen berücksichtigt. Bei der Aquariumstechnik, der Energieversorgung und der Auswahl der Baumaterialien wurden umweltfreundliche Konzepte realisiert.

Infos für BesucherInnen:

  • Wo: Ozeaneum, Hafenstraße 11, 18439 Stralsund
  • Wann: Mo – So 9.30 – 18.00 Uhr (Oktober – Mai), Mo – So 9.30 – 20.00 Uhr (Juni - September), 24. Dezember geschlossen, 31. Dezember 10.00 – 15.00 Uhr
  • Wer: Infos unter Fon Fon (03831) 2650610, Email info(at)ozeaneum.de, Internet www.ozeaneum.de

St. Marien

Stralsunds Kirchen - St. Marien

Die Stadtkirche St. Marien liegt am Neuen Markt in Stralsund. Erstmalig 1298 erwähnt, wurde sie in der heutigen Form von 1384 bis 1478 erbaut. Der Vorgängerbau wurde durch eine Turmeinsturz zerstört. Das imposante Westwerk entstand ab 1417. Beherrscht wird der dreischiffige Bau von dem mächtigen, 104 Meter hohen Westturm, der mit seinen flankierenden Treppentürmen und der barocken Haube von 1708 die Stadtsilhouette der Hansestadt prägt.

Der Innenraum der Marienkirche beeindruckt durch seine Größe. Das Hauptschiff ist 99 Meter lang und 32,5 Meter hoch. Damit wurde das Ziel erreicht, die Nikolaikirche an Größe zu übertreffen. St. Marien ist somit - nach der Marienkirche zu Danzig - als die größte Backsteinkirche im Hanseraum zu betrachten. Der Chor mit den Chorumgangskapellen entstand bei einem Umbau im 15. Jahrhundert. Filigranes gotisches Maßwerk löst hier die Wandflächen auf.

Von der ursprünglich reichen Innenausstattung mit allein über 40 Altären, die die reichen Kaufleute ihrer Kirche stifteten, haben die Bilderstürmerei der Reformationszeit und die napoleonischen Truppen im 19. Jahrhundert nur wenig übrig gelassen.

Kostbarster Besitz der Kirche ist die Barockorgel, gebaut von 1653 bis 1659 vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen. Die Orgel in St. Marien war das größte Werk des Orgelbauers. Sie besteht aus etwa 3.500 Pfeifen, die größte ist neun Meter lang und 240 Kilogramm schwer. Die Stellwagen-Orgel gehört zu den bedeutendsten Barockorgeln Norddeutschlands. Nach mehreren Umbauarbeiten in den letzten Jahrhunderten wurde sie zwischen 2004 und 2008 durch die Werkstätten Kristian Wegscheider aus Dresden, Hans van Rossum aus Andel aus den Niederlanden und Gunter Böhme aus Dresden vollständig restauriert. Das ganze Jahr über finden verschiedene Orgelkonzerte statt. Ausführliche Informationen zur Stellwagen-Orgel gibt es unter www.stellwagen.de.

Stellwagenorgel St. Marien StralsundDie kostbare Stellwagen-Orgel (Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

Die Marienkirche wird schrittweise instand gesetzt. Die Außensanierung begann 1993 und ist sei einigen Jahren abgeschlossen. Seit 2003 bemüht die Gemeinde sich um die Finanzierung der Instandsetzung des Innenraumes und des Inventars. An der für die Gewölbesanierung wichtigen Entsalzung beteiligt sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Stralsund wird von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Carsten Zillich unterstützt. Insgesamt konnte die Bonner Denkmalschutz-Stiftung für Arbeiten an St. Marien seit 1993 rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen (www.denkmalschutz.de).

Infos für BesucherInnen:

  • Wann: Täglich 10.00 - 17.00 Uhr, So und feiertags 10.00 Uhr Gottesdienst (April) :: Täglich 9.30 - 17.30 Uhr, So und feiertags 10.00 Uhr Gottesdienst (Mai - September) :: Täglich 10.00 - 16.00 Uhr, So und feiertags 10.00 Uhr Gottesdienst (Oktober) :: Mo - Fr 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr, Sa 10.00 - 12.00 Uhr, So nach dem Gottesdienst ab ca. 11.00 Uhr (November - März)
  • Wo: Marienkirche, Neuer Markt, 18439 Stralsund
  • Wieviel: Eintritt kostenfrei
  • Wer: Kontakt unter Fon (03831) 298965 sowie mehr Infos im Internet unter www.st-mariengemeinde-stralsund.de 

Meeresmuseum

Deutsches Meeresmuseum - Museum für Meereskunde und Fischerei

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ist das größte Naturkunde-Museum Norddeutschlands. Es befindet sich in einer frühgotischen Klosterkirche. In umfangreichen und modernen Ausstellungen erhalten die Besucher*innen Einblicke in das Leben im Meer sowie seine Nutzung und Erforschung durch den Menschen. Die Darstellung der Fischereigeschichte der DDR ist ein weiterer Schwerpunkt. Die Ausstellungen zum Leben im Meer werden eindrucksvoll ergänzt durch eine faszinierende Vielfalt heimischer und tropischer Meerestiere in 45 Aquarien.

Die frühgotische dreischiffige Klosterkirche mit Ostchor und Kreuzrippengewölbe wurde zu einer dreigeschossigen Ausstellungshalle durch den Einbau von zwei Ausstellungsebenen ausgebaut. Das ehemalige Klausurgebäude wurde ebenfalls in die Nutzung einbezogen. Das Meeresaquarium befindet sich im Kellergeschoss und unter dem Klosterhof.

Deutsches Meeresmuseum StralsundBlick in die Ausstellungshalle der Klosterkirche (Foto: J.-M. Schlorke)

Im August 2013 ging die wertvolle Haisammlung von Silvio Heidler mit rund 200 Exponaten in den Besitz des Deutschen Meeresmuseums (DMM) über. Der Haiexperte übergibt nach 20-jähriger Sammlertätigkeit unter anderem 67 Haigebisse, zahlreiche Flossenpräparate und Eihüllen von Haien an das DMM - zum Teil handelt es sich dabei um seltene Exponate. Silvio Heidler hat die Gegenstände seiner Sammlung vom Zoll, aus Schauaquarien und von Fischmärkten bezogen.

Anhand der Gebisse kann das Fressverhalten der Haie analysiert werden. „Arten, die Muscheln oder ähnlich harte Beute fressen, haben nussknackerähnliche Kiefer mit flachen Zähnen. Haie, die sich eher von Fisch und Tintenfisch ernähren, haben hingegen spitze Zähne, um ihre Beute festzuhalten. Und Räuber, die sich auf große Beute spezialisiert haben, besitzen Zähne, die es ähnlich wie Steakmesser ermöglichen, Nahrung zu zerteilen." (Quelle: Dr. Timo Moritz)

Haigebisse im Deutschen Meeresmuseum StralsundZu der etwa 200 Exponate umfassenden Sammlung zählen neben Flossenpräparaten und Eihüllen auch 67 Haigebisse, darunter das eines Moka-, eines Reißzahn- und eines Gewöhnlichen Sägehais. (Foto: Deutsches Meeresmuseum)

Zum Thema Haie gibt es im Deutschen Meeresmuseum inzwischen eine eigene Dauerausstellung.

Infos für BesucherInnen:

  • Wann: Täglich 10.00 - 17.00 Uhr, 24. Dezember geschlossen, 31. Dezember 10.00 - 15.00 Uhr
  • Wo: Deutsches Meeresmuseum (DMM), Katharinenberg 14-20, 18439 Stralsund
  • Wieviel: Einzelticket Erwachsene 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro, Kinder (4 - 16 Jahre) 5,00 Euro
  • Wer: Kontakt und Infos unter Fon (03831) 2650210, Email info(at)meeresmuseum.de oder www.deutsches-meeresmuseum.de

Nautineum

Das Nautineum auf der Insel Dänholm

Auf der Insel Dänholm im Strelasund auf dem parkartigen Gelände des Alten Tonnenhofes befindet sich das Nautineum. Ausgestellt sind in den Gebäuden und auf den Freiflächen Fischereifahrzeuge und Fischereigeräte. Museumsthemen sind die Meeres- und Fischereiforschung in Deutschland (mit Unterwasserlabor „Helgoland“), Schifffahrt auf Ostsee und Bodden (mit Seezeichen) sowie der Schiffbau in Stralsund.

Unterwasserlabor Helgoland Nautineum StralsundUnterwasserlabor Helgoland im Nautineum auf der Insel Dänholm im Strelasund (Foto: J.M. Schlorke)

Der Alte Tonnenhof ist gut erreichbar. Auf dem Gelände gibt es 40 PKW-Parkplätze für die Besucher. Ein Boots-Shuttle verkehrt regelmäßig zwischen dem Nautineum auf der Insel Dänholm und dem Stadthafen Stralsund. Im Besucherzentrum befindet sich ein Museumsladen.

Im Sommer 2019 bekommt das Nautineum ein neues Exponat - den Nachbau einer historischen Tauchmaschine. Die sogenannte Kreeftsche Tauchmaschine wurde lange bevor ein geschlossener Tauchanzug in Großbritannien bekannt wurde, von einem kreativen Kaufmann aus der Stadt Barth entwickelt. Das hilfreiche Utensil wurde in Theorie und Praxis von Peter Kreeft umgesetzt. Der erste Ganzkörpertauchanzug war geschlossen war und versorgte den Taucher mit Luft. Mit Hilfe der Kreeftschen Tauchmaschine wurde somit die Bergung von wertvoller Fracht aus einem gesunkenen Schiff möglich. Nach gut anderthalb Jahren Entwicklungs- und Konstruktionszeit ist nun ein Nachbau dieses historischen Tauchanzugs in Zusammenarbeit mit der Historischen Tauchergesellschaft e.V. realisiert. Auf dem Internationalen Museumstag am 19. Mai 2019 ist der Nachbau erstmalig am OZEANEUM in Aktion zu sehen.

Historische Tauchmaschine StralsaundHistorische Tauchmaschine (Foto: Stadtarchiv Stralsund)

Nachbau Kreeftsche Tauchmaschine Nautineum StralsundNachbau der Kreeftschen Tauchmaschine (Foto: Franz Rothbrust)

Infos für BesucherInnen:

  • Wann: Täglich 10.00 - 17.00 Uhr (Mai bis Oktober), in den Wintermonaten ist das Museum geschlossen
  • Wo: Nautineum, Zum Kleinen Dänholm, 18439 Stralsund
  • Wieviel: Eintritt kostenfrei
  • Wer: Kontakt und Infos unter Fon (03831) 2650210, Email info(at)meeresmuseum.de oder www.deutsches-meeresmuseum.de

Kranichtanz

Naturschauspiel Kranichtanz im Frühjahr

Jedes Jahr im Frühjahr ist in Mecklenburg-Vorpommern ein besonderes Naturschauspiel zu sehen - die Balz der heimischen Graukraniche. An einem der bedeutendsten Kranich-Rastplätze Mitteleuropas – der Darß-Zingster Boddenkette und Rügen – haben Naturfreunde die Möglichkeit, die Kraniche beim so genannten Hochzeitstanz, der von hohen Sprüngen, hastigen Zickzackläufen, trompetenartigen Rufen und kräftigem Flügelschlagen begleitet wird, zu beobachten. Nicht selten werden dabei auch Pflanzenteile und kleine Steine in die Luft gewirbelt. Jährlich kommen mehr als 4200 Brutpaare, das entspricht fast 50 Prozent des deutschen Gesamtbestandes, nach Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem sind Tausende ihrer Artgenossen unterwegs, die in den geschützten Gebieten von Mecklenburg-Vorpommern rasten, um Kräfte für ihre Weiterreise nach Skandinavien und Osteuropa zu sammeln.

In Groß Mohrdorf - rund 15 Kilometer nordwestlich von Stralsund - befindet sich das NABU-Kranichzentrum. Im ganzjährig geöffneten Informationszentrum bekommen Besucherinnen und Besucher von erfahrenen Vogelbeobachtern tagesaktuelle Beobachtungstipps oder Informationen über das Verhalten der Tiere, auch können sie an geführten Exkursionen zu diversen Beobachtungsstationen in der Region teilnehmen. Im Kranich-Informationszentrum befindet sich zudem eine Dauerausstellung mit Schautafeln, audiovisuellen Medien und Präparaten, die einen intensiven Einblick in das Leben der Großvögel ermöglichen. Es gibt Hintergrundinformationen zu Kranichzug, Kranichtanz sowie zu Brut- und Rastverhalten.

Stralsund entdecken und erleben - KranichtanzNABU Kranichzentrum in Groß-Mohrdorf (Foto: Kranich-Informationszentrum)

Besonderer Schauplatz ist der barrierefreie Aussichtspunkt „Kranorama“ am Günzer See, der mit audiovisuellen Medien und Informationstafeln ausgestattet ist und von Kranichrangern betreut wird. Im Frühjahr kann hier der Kranichtanz auf dem angrenzenden Feld besonders gut beobachtet werden. Sie finden sich dort zu einer sogenannten Ablenkfütterung ein, die zum Schutz örtlicher Agrarflächen vorgenommen wird. Der Besuch ist für Privatpersonen kostenfrei, lediglich geführte Gruppen ab acht Personen beteiligen sich mit 2,00 Euro pro Person sowie Naturfotografen mit 5,00 Euro pro Person an den Fütterungskosten. Wer die  Kraniche noch dichter vor die Linse bekommen möchte, kann nach vorheriger Anmeldung beim Kranichzentrum bestimmte Fotohütten nutzen, die sich neben dem Kranorama befinden.

KranichGraukraniche bei der Balz (Foto: TMV / Hardt)

Infos für BesucherInnen:

  • Wann: Mo - So 10.00 Uhr - 16.00 Uhr (März bis Mai), Mo - Fr 10.00 - 16.00 Uhr (Juni und Juli), Mo - So 10.00 - 16.00 Uhr (August), Mo - So 9.30 - 17.30 Uhr (September und Oktober), Mo - Fr 10.00 - 16.00 Uhr (November)
  • Wo: NABU-Kranichzentrum, Lindenstraße 27, 18445 Groß Mohrdorf
  • Wieviel: Eintritt kostenfrei
  • Wer: Kontakt und Infos unter Fon +49 (0) 38323 80540, Email info(at)kraniche.de oder www.kraniche.de

St. Nikolai

Stralsunds Kirchen - Die Pfarrkirche St. Nikolai

Von den drei Pfarrkirchen Stralsunds ist St. Nikolai die älteste, die beiden anderen Pfarrkirchen sind die Marienkirche und die Jakobikirche. St. Nikolai wurde bereits 1276 erstmals erwähnt. Sie ist dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer, geweiht.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Nikolaikirche von der schlichten Halle mit einem Turm zu einem monumentalen Bauwerk. Bereits im 14. Jahrhundert wurde sie zu einer Basilika mit einer Doppelturmanlage umgebaut. Danach blieb das Aussehen des Bauwerks größtenteils in den Grundzügen erhalten. Bei einem Brand 1662 wurden die Turmspitzen zerstört. Der Südturm erhielt eine Barockhaube und erreichte eine Höhe von 103 Metern. Der Nordturm bekam das so genannte Notdach.

Unzählige erhaltene Kunstschätze sind heute im Inneren zu besichtigen, und die Kirche selbst zählt dadurch zu den reichsten Nordeuropas überhaupt. Eine der ältesten Kunstwerke der Kirche ist die zweieinhalb Meter hohe Skulptur „Anna Selbdritt". Weiteres außergewöhnliches Ausstattungsstück ist die astronomische Uhr. Erwähnenswert ist auch das Nowgorodfahrer-Gestühl aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts und die aufwendig gearbeitete Kanzel von 1611.

Die Buchholzorgel ist ein historisches Instrument mit herausragendem Denkmalswert. Sie wurde in den Jahren 1839 bis 1841 von dem Berliner Orgelbauer Carl August Buchholz gebaut. Im Laufe der Zeit – durch bauliche Veränderungen, durch die Elektrifizierung und nicht zuletzt durch herein laufendes Regenwasser nach einem Bombenangriff im Jahr 1944 – wurde die Orgel erheblich beschädigt. In den Jahren 2003 bis 2006 konnte sie mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vollständig durch die Bonner Orgelbauwerkstadt Johannes Klais und den Dresdener Kristian Wegscheider restauriert werden, so dass die Orgel heute wieder in ihrem ursprünglichen Zustand mit 56 Registern auf drei Manualen und mit Pedal zu sehen und zu hören ist. Das Orgelgehäuse wurde von dem Stralsunder Restaurator Wolf-Dieter Thormeyer aufgearbeitet.

Doch auch die Jahrhunderte haben Spuren an der Nikolaikirche hinterlassen. Seit Jahren befindet sie sich im Stadium der Restaurierung. Nachdem in den siebziger Jahren das Äußere vor dem Verfall gerettet wurde, wurde im Jahre 1980 mit der Instandsetzung des Innenraumes begonnen, und diese dauert noch an. Im Dezember 2007 wurde das fünf Meter hohe restaurierte Kruzifix – im 14. Jahrhundert von einem Stralsunder Bildhauer geschaffen - wieder der Pfarrkirche übergeben.

Infos für BesucherInnen:

  • Wann: Mo – Sa 10.00 – 18.00 Uhr, So und Feiertags 12.00 – 16.00 Uhr (April – Mai, September – Oktober) :: Mo – Sa 10.00 – 19.00 Uhr, So und Feiertags 12.00 – 16.00 Uhr (Juni – August) :: Mo – Sa 10.00 – 16.00 Uhr, So und Feiertags 12.00 – 15.00 Uhr (November - März)
  • Wo: Alter Markt, 18439 Stralsund
  • Wieviel: Erhaltungsbeitrag Mo - Sa Erwachsene 3,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon Fon (03831) 292286 und Email hst-nikolai-kirche(at)pek.de sowie mehr Infos im Internet unter www.hst-nikolai.de

Buchtipps für Stralsund - Reiseführer, Krimis, Romane: