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Die Schlei entdecken und erleben - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Tipps für Ausflüge

Die Schlei bei SchleswigDie Schlei an der Fischersiedlung Holm in Schleswig (Foto: Renate Lorenzen)Wenn Sie die Schlei entdecken und erleben wollen, finden Sie nachfolgend Empfehlungen für Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in der Schleiregion, auch gibt es Tipps für Ausflüge. Die Schlei ist das ideale Ziel für einen Ausflug in die Natur. Neben der idyllischen Landschaft hat die Schleiregion aber auch einiges im kulturellen Bereich zu bieten. Zu den Sehenswürdigkeiten in Schleswig zählen u.a. Schloss Gottorf, das Stadtmuseum, das Fischerviertel Holm mit dem Holm-Museum oder der Sankt-Petri-Dom mit dem weltberühmten Brüggemann-Altar. Am Rande von Schleswig befindet sich das Wikingermuseum Haithabu, dass sicherlich einen Besuch wert ist. Oder in Kappeln sollten Besucher den Museumshafen und die Mühle Amanda mit dem Historischen Sägewerk nicht auslassen.

Danewerk und Haithabu

Danewerk und Haithabu - Die Welt der Wikinger

In der Nähe von Schleswig befinden sich zwei historisch bedeutende Stätten aus der Wikingerzeit - Haithabu und Danewerk. Vor ca. 1300 Jahren kamen die Wikinger in die Region zwischen dem Ostseearm Schlei und den Feuchtgebieten der Treene und gründeten den Seehandelsplatz Haithabu. Dieser lag günstig im Kern der Handelsnetze zwischen Nord- und Westeuropa und wurde durch die Wallanlagen des Danewerks - insbesondere durch einen Halbkreiswall - geschützt. Etwa 300 Jahre lang bildeten Haithabu und Danewerk das Zentrum des Grenzraumes zwischen dänischem und fränkischem Reich. 2018 wurden die beiden archäologischen Stätten in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Bei Ausgrabungen wurden zahlreiche Gegenstände aus der Wikingerzeit gefunden. Im Museum in Haithabu sind diese heute ausgestellt. Schiffe, Schmuck und Dinge des alltäglichen Lebens lassen die BesucherInnen die Zeit eindrucksvoll nacherleben. Entdecken kann man das frühe Mittelalter auch in rekonstruierten Flechtwandhäusern, die am Haddebyer Noor stehen. Im Haus des Tuchhändlers oder im Haus des Fischers wird Leben und Arbeit der damaligen Handwerker deutlich gemacht. Wer das Wikingerleben in all seinen Facetten kennenlernen möchte, kann mit „Erik Styrimathr“  auf sein Wikingerschiff gehen. Ein Seemann erzählt spannende isländische Märchen, und in einer Werkstatt können kleine Wikinger ihr eigenes Schwert schnitzen.

Die Schlei entdecken und erleben - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und AusflügeFlechtwandhäuser am Wikinger Museum Haithabu (Fotoquelle Clipdealer)

Ein Museum in der Ortschaft Dannewerk befasst sich mit der Geschichte des Danewerks, dem größten archäologischen Bodendenkmal Nordeuropas. Im Danevirke Museum können sich BesucherInnen über die wechselvolle Geschichte des Danewerks von der Eisenzeit über die Wikingerzeit und das Mittelalter bis zur Gegenwart informieren. Ein Teilabschnitt des Danewerkes, die Waldemarsmauer aus dem 12. Jahrhundert, ist gleichzeitig das älteste Ziegelbauwerk Nordeuropas. Im deutsch-dänischen Krieg von 1864 wurden die mittelalterlichen Wälle von den Dänen als Abwehrstellung mit 27 Bastionen ausgebaut. Das dänische Königreich konnte die Stellung aber gegen die preußische und österreichische Übermacht nicht halten. Heute kann u.a. eine rekonstruierte Wehranlage - die Schanze 14 - besichtigt werden.

Infos für BesucherInnen des Wikinger Museums Haithabu:

  • Wo: Am Haddebyer Noor 3, 24866 Busdorf
  • Wann: Täglich 9.00 – 17.00 Uhr (April bis Oktober) :: Di – So 10.00 – 16.00 Uhr (November bis März) – die Wikingerhäuser sind geschlossen
  • Wieviel: Erwachsene 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro, Kinder und Jugendliche 3,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon +49 (0) 4621 - 813122 und Email service(at)landesmusee.sh sowie mehr Infos auf der Homepage www.haithabu.de

Schleiregion7Außenansicht Wikinger Museum Haithabu (Foto: Renate Lorenzen)

Infos für BesucherInnen des Danevirke Museums:

  • Wo: Ochsenweg 5, 24867 Dannewerk
  • Wann: Di - So 10.00 - 16.00 Uhr (1. März bis 30. April) :: Mo - Fr 9.00 - 17.00 Uhr, Sa - So 10.00 - 16.00 Uhr (1. Mai bis 30. September) :: Di - So 10.00 - 16.00 Uhr (1. Oktober bis 30. November) :: geschlossen (1. Dezember - 28. Februar)
  • Wieviel: Erwachsene 3,00 Euro, Kinder (6 - 16 Jahre) 1,00 Euro, Kinder unter 6 Jahre und Schulklassen freier Eintritt
  • Wer: Kontakt unter Fon +49 (0) 4621 - 37814 und Email info(at)danevirkemuseum.de sowie mehr Infos auf der Homepage www.danevirkemuseum.de

Fischersiedlung Holm

Die Fischersiedlung auf dem Holm in Schleswig

Wenn man - von der Innenstadt Schleswig kommend - die Knud-Laward-Straße überquert hat, erreicht man den Holm. Holm stammt aus dem Dänischen und heißt „Von Wasser umgeben". Der Holm ist einer der ältesten Stadtteile Schleswigs. Bis 1935 war der Holm eine Insel in der Schlei. Der Holm besitzt einen eigenen Friedhof und eine eigene Kapelle, um die sich die meist einstöckigen Häuser gruppieren. Ca. 300 Menschen leben hier, die sich heute jedoch nicht mehr vom Fischfang ernähren.

Schleiregion10Liebevoll restaurierte Häuserfronten am Holm (Foto: Renate Lorenzen)

Der heutige Friedhof und die Kapelle stammen aus dem Jahr 1876. Die quadratische Kapelle wird von einem Pyramidendach eingedeckt, auf der sich eine achteckige Laterne mit Glocke befindet. Auf dem Holm gibt es mit eigenem Friedhof und eigener Kapelle die jahrhundertealte Tradition der Totengilde. Diese wurde nach Ende des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert von den Holmer Bewohnern gegründet, als Schleswig durch marodierende Truppen schwer verwüstet wurde und die Pest viele Todesopfer forderte. Sie hatte als Sterbeversicherung auf Gegenseitigkeit das Ziel, würdige Begräbnisse zu ermöglichen.

Kapelle und Friedhof in Schleswig-Holm an der SchleiDie kleine Kirche im Zentrum der Fischersiedlung Holm (Foto: Renate Lorenzen)

Ein Besuch im Holm-Museum bringt Ihnen die Welt der Holmer von einst und jetzt näher. Das kleine Museum wurde 1992 als Zweigstelle des Städtischen Museums Schleswig eingerichtet. Es zeigt Fotos zur Geschichte der Fischersiedlung sowie im Wechsel jeweils 40 Bilder aus der 1992 entstandenen Serie des Hamburger Fotografen Ulrich Mack. Das Museum ist von Di - So 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.