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Sommerfrische im Segelmekka und Badeort Marstrand nördlich von Göteborg

Marstrand - Segelmekka und Badeort nördlich von GöteborgBlick auf Marstrand (Foto: Erik Nissen Johansen / imagebank.sweden.se)Marstrand ist ein Badeort nördlich von Göteborg. Das Segelmekka im südlichen Schärengarten an der schwedischen Westküste liegt zum Teil auf der Insel Koön und zum Teil auf der Insel Marstrandsön. Koön ist über mehrere Brücken vom Festland aus zu erreichen. Von Koön auf die autofreie Marstrandsön geht es dann nur noch per Boot.

Marstrand ist beliebtes Ziel in der schwedischen Sommerfrische. Die Gassen sind von Häusern in bunter Holzarchitektur mit Säulen, Terrassen und Dekor gesäumt. Wunderschönes Beispiel für die verspielte Bäderarchitektur in Marstrand ist das Societetshuset, das im Jahr 1886 erbaut wurde. ABBA-Fans kennen es vielleicht aus dem Musikvideo "The winner takes it all", in dem die außergewöhnliche Innenarchitektur immer wieder - allerdings nur kurz - zu sehen ist. Unzählige Segelboote gehören ebenso zur Sommerkulisse wie die vielen Cafés und Restaurants. Über allem thront die Festung Carlsten aus dem 17. Jahrhundert.

Marstrandsön und Koön können Sie auf mehreren Rundwanderwegen kennenlernen. Der "Pfad am Meer" führt um die Insel Marstrandsön. Es geht u.a. durch kleine Gassen, zur Festung Carlsten, zum Nålögat - einer engen Passage zwischen zwei Felsen - oder zum Leuchtturm Skallen. Auch die Nachbarinsel Koön hat drei Rundwanderwege, die zwischen 2,5 und 5 Kilometer lang sind und viele spannende Ausblicke auf die Schärendlandschaft erlauben.

Pater Noster

Hotel Pater NosterHotel Pater Noster - außergewöhnliche Lage (Foto: Erik Nissen Johansen / imagebank.sweden.se)Im Sommer 2020 eröffnete in der Ostsee vor Marstrandsön die einmalige Unterkunft Pater Noster auf der Insel Hamneskär. Die Gastgeber stellen dabei stets die Geschichte der Leuchtturmwärter und ihres ehemaligen Zuhauses in den Mittelpunkt. Das einzigartige Reiseziel von absoluter Weltklasse vereint die Eigenheiten der Küstenregion Bohuslän auf kleinster Fläche. Schon die Fahrt auf die felsige Insel ist ein Erlebnis. Das Boot gleitet an der Insel Marstrand und der Festung Carlsten vorbei. Angesichts der Wellen versteht man, woher der Name „Pater Noster“ kommt. Unzählige Seemänner haben beim Befahren der Gewässer an der Grenze zwischen Skagerrak und Kattegat mit einem Vaterunser um Beistand und Schutz gebetet. Der 1868 erbaute „König der Leuchttürme“ half ihnen über hundert Jahre lang beim Navigieren der gefürchteten Meerenge. Nachdem er 1977 ausgedient hatte, kam jahrzehntelang niemand auf die abgelegene Insel. Heute ist Hamneskär wieder zugänglich, Enthusiasten haben die Häuser restauriert haben. Wer gerne am Meer ist, im Urlaub die Einsamkeit sucht und dennoch Unvergessliches erleben will, ist an diesem besonderen Fleck in Schweden richtig.

Übrigens: Das neue Konzept von Pater Noster wurde mit dem AHEAD-Award for Hospitality, Experience and Design ausgezeichnet. Hierbei handelt es sich um die begehrtesten Auszeichnungen in der internationalen Hotel- und Gastgewerbebranche. Sie werden sowohl für die einzelnen Kontinente als auch global vergeben. Im November 2021 gewann die westschwedische Ausnahmeherberge den AHEAD-Award für Europas bestes Hotelkonzept und qualifizierte sich damit für die globale Auszeichnung. Im Januar 2022 hat eine 80-köpfige internationale Jury die Leuchtturminsel, die Gebäude wurden geschmackvoll umgestaltet von der Designagentur Stylt, schließlich zum Gewinner des AHEAD Global New Concept Award gekürt.