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Langballig entdecken und erleben - Sehenswürdigkeiten, Ausflüge und Attraktionen an der Flensburger Förde

Langballig an der Flensburger Förde - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten, AusflügeHerbstliche Idylle am Tal der Langballigau (Foto: Renate Lorenzen)Zum Entdecken und Erleben der Urlaubsregion Langballig an der Flensburger Förde finden Sie hier Tipps für Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Ausflüge aus Natur und Kultur.

Die Entdeckung der Natur gehört an der Flensburger Außenförde zum Pflichtprogramm. Das Tal der Langballigau gehört ganz bestimmt zu den landschaftlich schönsten Bachtälern an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste.

Und wer es durchwandert, kommt in Unewatt an, wo das Landschaftsmuseum Angeln mit Buttermühle, Räucherei oder Windmühle das Landleben von einst lebendig werden.

Ausflüge nach Sonderburg in Dänemark sind im Sommer mit dem Schiff NAS Feodora von Langballigau aus möglich.

MS Feodora

Mit der MS Feodora nach Sonderburg

Wer nicht auf eigenem Kiel oder den weiten Weg über die Straßen um die Flensburger Förde nach Sonderburg unternehmen möchte, hat die Möglichkeit mit der Schiffsverbindung der „MS Feodora" in knapp einer Stunde ohne Autostau von Deutschland nach Dänemark zu reisen. Das dänische Sonderburg lockt mit Stadtbummel oder dem „Ghostwalking" im Schloss. Die Schiffsroute fährt immer montags, dienstags und mittwochs von Langballigau nach Sonderburg und zurück.

Wer im dänischen Nordborg den um neue Attraktionen erweiterten Erlebnispark „Danfoss Universe" besuchen möchte, kann mit dem Bus von Sonderborg nach Nordborg fahren. Im Sommer ist der Vergnügungspark täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

MS Feodora - Nordische Ausflug Schifffahrts GmbHMS Feodoro in Fahrt (Foto: Nordische Ausflug Schifffahrts GmbH)

Obstmuseum

Das Obstmuseum "Pomarium Anglicum" in Winderatt

Mitten in Angeln – ca. 9 Kilometer von Langballig entfernt – liegt das lebende Obstmuseum in Winderatt, einem Ortsteil von Sörup.

Ein 150 Jahre alter Apfelbaum der Sorte „Angelner Herrenapfel" war der Ausgangspunkt für die große Obstbaumsammlung des Obstmuseums. Heute finden wir in Winderatt ca. 720 verschiedene Apfelbaumsorten, wie zum Beispiel der Blutrote Gravensteiner oder der Holsteiner Cox, und 130 Birnensorten.

Das Obstmuseum in Winderatt ist im Sommer und Herbst im Rahmen von Führungen zu bestimmten Terminen geöffnet. Besucher*innen erfahren viel über die Apfelsorten, die Herkunft des Apfels und die anderen Obstbäume sowie zu den unterschiedlichen Namen. Auch können die Apfelsorten probiert werden.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Obstmuseum Pomarium Anglicum, Waldweg 2, Ortssteil Winderatt, 24966 Sörup
  • Wann: Öffnungszeiten bitte erfragen.
  • Wer: Kontakt unter Fon (04635) 2745 oder Email info(at)pomarium-anglicum.de sowie auf der Homepage www.pomarium-anglicum.de

Buchtipp:

Meinolf Hammerschmidt, der Betreiber des Pomariums, hat ein kleines schönes Buch mit dem Titel "Von Angelner Borsdorfer bis Triumph de Vienne - Die schönsten alten Apfel- und Birnensorten in Schleswig-Holstein und der Welt" veröffentlicht. Erschienen 2019 ist es im Wachholtz-Verlag (ISBN 9783529050336, 64 Seiten, 12,00 Euro). Für Obstfreunde ein Muss - Von Angelner Borsdorfer bis Triumph de Vienne (+)

Cover Angelner Borsdorfer bis Triumph de Vienne aus dem Wachholtz Verlag)

Landschaftsmuseum Unewatt

Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt

Von Langballigau ist es nicht weit zum Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt – ca. 4 Kilometer sind es. Von Gelting aus ist der Weg etwas weiter - ungefähr 17 Kilometer müssen per Bus oder per Fahrrad zurück gelegt werden.

Fünf „Museumsinseln“ erwarten die Besucher*innen in Unewatt. Um interessante Einblicke in die früheren Lebensweisen im „alten Angeln“ zu gewinnen, sollte der Marxenhof, die Räucherei, die Buttermühle, die Windmühle und die Christesen-Scheune auf den alten Dorfwegen am besten zu Fuß erkundet werden. Auf der Homepage zum Museum befindet sich ein Plan des Rundwanderweges.

Landschaftsmuseum UnewattBlick auf das Museumsdorf (Foto: Landschaftsmuseum Unewatt)

Direkt am Ortseingang liegt das Marxenhaus. Hier werden auch die Eintrittskarten gekauft. Das Marxenhaus ist ein Südangeliter Fachhallenhaus aus dem Jahre 1626. Ursprünglich stand es in Süderbrarup, wo es in den Jahren 1797 und 1825 einige Umbauten erfahren hat. In den 80er Jahren wurde es schließlich an seinen heutigen Standort in Unewatt versetzt. Zum Marxenhaus gehört eine Wandständerscheune – die Marxenscheune.

Marxenhaus Landschaftsmuseum UnewattDer Eingangsbereich vom Marxen-Haus in Unewatt (Foto: Landschaftsmuseum Unewatt) 
Als Kätner wurden die Dorfbewohner bezeichnet, die einen Katen besaßen. Zu ihnen gehörte Ludwig Westerfeld, der 1894 eine kleine Lohnräucherei in Unewatt baute, um sein Einkommen aufzubessern. Diese Lohnräucherei wurde 2005 saniert und bildet im Landschaftsmuseum seitdem eine weitere Museumsinsel.

Die Buttermühle ist eine funktionsfähige Anlage und veranschaulicht die Butterherstellung. Im Mühlenteich wird das Wasser aufgestaut, das ein Wasserrad antreibt, das wiederum im Inneren des Gebäudes ein Drehbutterfass bewegt.

Buttermühle Landschaftsmuseum UnewattBlick auf das Gebäude mit der funktionsfähigen Buttermühle (Foto: Landschaftsmuseum Unewatt)

Auch der Gallerieholländer wurde als funktionsfähiges technisches Denkmal wieder hergestellt. Gebaut wurde Windmühle „Fortuna“ 1878. Heute werden in der Mühle die Arbeitsabläufe der historischen Getreideverarbeitung gezeigt. Alte Maschinen und Geräte geben einen zusätzlichen Einblick in die Arbeitsweise des Getreidemahlens. Im Veranstaltungskalender auf der Internetseite des Museums kann man sich nach den Terminen erkundigen, an denen die Mühle in Funktion ist.

Mühle Fortuna Landschaftsmuseum UnewattWindmühle Fortuna im Museumsdorf Unewatt (Foto: Landschaftsmuseum Unewatt)

Die Christesenscheune gehört zur historischen Vierseithofanlage von 1895. Seit 1993 ist sie Ausstellungshalle für eine Sammlung von landtechnischen Geräten und Maschinen. Im Obergeschoss werden heute Sonderausstellungen gezeigt. Früher diente die Scheune als Wirtschaftsgebäude und wurde als Stall und Scheune genutzt.

Das Landschaftsmuseum bietet viele interessante Veranstaltungen, die auf der Internetseite des Museums eingesehen werden können.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt, Unewatter Straße 1a, 24977 Langballig
  • Wann: Di - So, 10.00 - 17.00 Uhr (Mai bis September) :: Fr - So, 10.00 - 17.00 Uhr (April und Oktober)
  • Wieviel: Erwachsene 5,00 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei
  • Wer: Kontakt unter Fon Fon (04636) 1021 oder Email info(at)museum-unewatt.de sowie mehr Informationen auf der Homepage unewatt.kultur-schleswig-flensburg.de