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Riga entdecken und erleben - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Ausflüge für den Citytrip

Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Ausflüge für den Citytrip bekommen Sie hier in "Riga entdecken und erleben". Die über 800 Jahre alte Stadt Riga ist ein lohnendes Ziel für Städte-Touristen, denn die lettische Hauptstadt bietet eine überragendes Kulturangebot und unzählige Sehenswürdigkeiten.

Museum Rigaer Jugendstilzentrum

Museum Rigaer Jugendstilzentrum – authentische Zeitreise in die Epoche um 1900

Riga wird oft als „Metropole des Jugendstils“ bezeichnet: Insgesamt befinden sich rund 800 Jugendstilgebäude in der Stadt – alle überwiegend im Zentrum, so auch in Alberta iela. Hier ist u.a. das Museum Rigaer Jugendstilzentrum zu finden, das in einem Haus des lettischen Architekten Konstantīns Pēkšēns aus dem Jahr 1903 untergebracht ist. Bis zum Jahr 1907 hat Pēkšēns selbst in dem Jugendstil-Gebäude gelebt und gearbeitet.

Im Jahr 2009 wird das Rigaer Jugendstilzentrum als eines der neuesten Museen in Riga eröffnet. Über zwei Jahre lang wurden Gebäude und Interieur authentisch restauriert und in den Zustand von 1903 versetzt, so dass BesucherInnen des Museums den Jugendstil und das Leben der Epoche bis ins kleinste Detail kennenlernen können - von typischen Wand- und Deckenbemalungen, bleiverglasten Fenster, einer Wandvertäfelung aus Eiche bis hinzu Möbeln, Kunstwerken, Kleidungsstücken und Gebrauchsgegenständen der Jugendstilzeit.

Neben den Dauerausstellungen finden auch thematische Sonderausstellungen sowie Veranstaltungen für Erwachsene und Kinder statt. Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 18.00 Uhr. Der Eintritt kostet 9,00 Euro.

Riga entdecken und erleben - Sehenswürdigkeiten, Attraktionen, AusflügeTreppenhaus im Museum Rigaer Jugendstilzentrum

Museum Rigaer Jugendstilzentrum
Alberta iela 12
LV-1010 Rīga
Fon +371 67181464
Email jugendstils(at)riga.lv
www.jugendstils.riga.lv

(Stand: Oktober 2017)

Gedenkstätte für Žanis Lipke

Gedenkstätte für Žanis Lipke (Žaņa Lipkes memoriāls)

Žanis Lipke war ein Rigaer Bürger, der in einem Bunker unter einer Holzscheune 57 Juden versteckte und sie so vor der Ermordung durch die Nazis rettete.

Im Sommer 2013 wurde ein Memorial eröffnet, das sich dem Mut und der Menschlichkeit von Žanis Lipke widmet. Die Gedenkstätte soll die Atmosphäre vermitteln, unter der die geretteten Juden gelebt haben. Zum einen wird das durch die Architektur, die von der lettischen Architektin Zaiga Gaile entworfen wurde, umgesetzt. Die Gestalt und Form des Museums ist dem Schiff von Noah und einem umgestürzten Boot nachempfunden und kann so als ein Unterschlupf für das Leben gesehen werden. Zum anderen wird die Lebensgeschichte von Žanis Lipke und der geretteten Menschen dargestellt.

Die Gedenkstätte liegt im Stadtbezirk Ķīpsala, ca. 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt. Ķīpsala ist bekannt für seine außergewöhnliche Holzarchitektur.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Žaņa Lipkes memoriāls, Mazais Balasta dambis 8, LV-1048 Riga
  • Wann: Di, Mi, Fr, 12.00 – 18.00 Uhr, Do 10.00 - 20.00 Uhr, Sa 12.00 – 16.00 Uhr
  • Wer: Kontakt unter Fon +371 67202539 oder Email info(a)lipke.lv sowie mehr Informationen unter www.lipke.lv (englische Internet-Version)

(Stand: März 2020)

Fastnacht

Fastnacht (Meteņi) in Riga – den Winter verabschieden und den Frühling begrüßen

In Lettland werden die alten Sitten und Bräuche auch heute noch in herkömmlicher Tradition intensiv gepflegt. So werden die althergebrachten Feste weiterhin gefeiert und gehören für die Touristen zu den ganz besonderen Erlebnissen bei ihrem Besuch in Lettland. Im Freilichtmuseum von Riga können Besucher die Traditionen und Bräuche in ihrer ursprünglichen Form kennenlernen.

Fastnacht ist ein sehr traditionsreiches Fest in Lettland, das herkömmlich jedes Jahr im Februar – am siebten Dienstag vor Ostern - gefeiert wird. Je nachdem ob Ostern zur Frühlingssonnenwende oder nach dem christlichen Kalender gefeiert wird, kann Fastnacht auf unterschiedliche Zeitpunkte fallen. Inzwischen geht man auch dazu über, die Fastnachtfeiern an dem Wochenende, das dem Wochtentag folgt, durchzuführen. Wenn man also plant, die Fastnachtszeit in Riga mitzuerleben, empfiehlt es sich, sich vorher über die entsprechenden Veranstaltungszeiten zu informieren.

Verkleidet, singend und tanzend ziehen die Teilnehmer auf einem Karnevalsumzug durch die Straßen. Der lettischen Tradition nach wird hiermit der Winter verabschiedet und der Frühling begrüßt. Mit Unterstützung von Folkloregruppen werden lettische Volklieder gesungen, auch werden zu diesem Anlass die Volkstrachten angezogen.

Zu den Fastnachts-Aktivitäten gehört weiterhin das Schlittenfahren – manchmal geht es den Berg hinunter, oder der Schlitten wird von Pferden gezogen, oder aber es geht mit wilder Fahrt über das Eis. Wird der Schlitten auf dem Eis im Kreis gefahren, spricht man auch vom „Hexenkarussell". Mit dem Schlittenfahren soll sicher gestellt werden, dass das nächste Jahr eine gute Ernte bringt.

Fröhlich und laut wird die Fastnacht jedes Jahr im Freilichtmuseum von Riga begangen. Hier können die Teilnehmer*innen neben den bereits erwähnten Aktivitäten auch mit einem Hundeschlitten fahren.

Zur Internetseite des Freilichtmuseums in Riga: www.brivdabasmuzejs.lv

Motorenmuseum Riga

Motorenmuseum Riga (Rigas Motormuzejs)

In Riga steht die größte Kraftfahrzeugsammlung des Baltikums. Seit 1989 gibt es im Stadtviertel Mežciems das Rigaer Motorenmuseum, dessen Sammlung mehrere Unikate enthält, die es nur noch an ein oder zwei anderen Orten zu sehen gibt.

Insgesamt umfasst die Sammlung des Museums 200 Ausstellungsstücke. Zu den Exponaten gehören Last- und Personenkraftwagen, Limousinen, Motorräder, Mopeds und Fahrräder. In einem neuen Austellungsraum, der im Dezember 2010 eröffnet wurde, stehen LKWs sowie Mikroautobusse, die während der Sowjetjahre in der „Rigaer Autofabrik" („Rīgas Autorūpnīca", RAF) hergestellt wurden.

Zu den Highlights des Motorenmuseums gehören unter anderem das 1912 in Riga gebaute Feuerwehrauto „Russo Balt", ein 1938 in Deutschland produzierter Bergrennenwagen der „Auto Union" - einem silbernen, zylinderförmigen Auto, der „Ford-Vairogs" aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts sowie ein Moskwitsch mit einem markanten Oberbau aus Holz, der in den Nachkriegsjahren in der Sowjetunion hergestellt wurde – auch „Buratino" genannt.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Rigas Motormuzejs, S.Eizenšteina 6, LV-1079 Riga
  • Wann: Mo - So 10.00 - 18.00 Uhr
  • Wieviel: Erwachsene 10,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon (+371) 67097170 oder Email info(at)motormuzejs.lv sowie mehr Informationen unter www.motormuzejs.lv (englische Internet-Version)

(Stand: März 2020)

Koncertzāle Rīga

Koncertzāle Rīga – Konzertsaal "Riga" in der Lettischen Akademie der Wissenschaften

Der Konzertsaal „Riga" befindet sich im historischen Gebäude der Lettischen Akademie der Wissenschaften (Akadēmijas laukums 1). Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten wurde der Große Saal der Akademie im September 2014 im Rahmen eines Eröffnungskonzertes wieder in Betrieb genommen und steht nun für Konzerte aller Genres zur Verfügung. Der Saal hat eine hervorragende Akustik und einen Orchestergraben, der nach der Renovierung den Musikern wieder zugänglich ist.

Der Große Saal wurde im Jahre 1955 in Betrieb genommen und war lange Zeit Veranstaltungsort für das rege Rigaer Kulturleben, u.a. spielte hier über viele Jahre die Philharmonie. Das Gebäude der Lettischen Akademie der Wissenschaften und der in ihm eingerichtete Saal wurden im Stil des „Stalin Barock" erbaut. Der Große Saal war das einzige Amphitheater in Lettland und zeichnete sich durch ein besonders prächtiges Interieur aus. Im Jahr 1972 wurde Teile des Musiksaals und seine Ausstattung durch einen Brand - hervorgerufen durch einen Kurzschluss - zerstört. Die Bühne wurde zugemauert und konnte nicht mehr genutzt werden. Anfang 2014 wurde schließlich mit der Wiederherstellung und Einrichtung des Konzertsaales begonnen.

Konzert-Tipps für Koncertzāle Rīga finden Sie hier: www.bilesuserviss.lv/eng/venues-and-promoters/places/koncertzale-riga-3749

(Stand: 2014)

Museum für dekorative Kunst und Design

Museum für dekorative Kunst und Design (Dekoratīvās mākslas un dizaina muzejs)

In dem ältesten erhaltenen Ziegelhaus in Riga ist das Museum für dekorative Kunst und Design untergebracht. In dem Museum, das 1989 eröffnet wurde, sind überwiegend Werke von lettischen Künstlern aus den Bereichen Textilkunst, Keramik und Porzellan, Metallkunst, Lederkunst, dekorative Holzkunst, Glaskunst und Design ausgestellt. Sie stammen aus der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und bilden die Entwicklung der Design-Kunst ausführlich ab. Neben Dauerausstellungen finden wechselnde Ausstellungen statt, die sich mit der lettischen sowie der ausländischen dekorativen Kunst und des Designs befassen. Das Museum verfügt über eine Mitmachwerkstatt, in der Besucher kreativ werden können. Unter anderem können sie Stoffe bedrucken oder Wolle walken.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Museum für dekorative Kunst und Design, Skārņu iela 10-20, LV-1050 Riga
  • Wann: Di, Do - So 11.00 - 17.00 Uhr, Mi 11.00 - 19.00 Uhr
  • Wer: Kontakt unter Fon +371 67222235 oder Email dmdm(at)lnmm.lv sowie mehr Informationen unter www.lnmm.lv/en/dmdm (englische Internet-Version)

Museum für Ausländische Kunst

Museum für Ausländische Kunst - Mākslas Muzejs Rīgas Birža

Zum 810. Stadtjubiläum von Riga im Jahr 2011 wurde das Museum für Ausländische Kunst in der aufwendig restaurierten Rigaer Börse (Riga Stock Exchange) neu eröffnet. Das sehenswerte Gebäude ist im venezianischen Palazzo-Baustil errichtet. An der Wiederherstellung vom Riga Stock Exchange waren neben lettischen Experten Spezialisten aus Italien, Polen, Deutschland und der Tschechischen Republik beteiligt.

Die auf sechs Etagen präsentierten Kunstwerke des Museums sollen einen Dialog zwischen Ost und West und klassischer und zeitgenössischer Kunst herstellen und die Barrieren unter den unterschiedlichen Kulturen aufzeigen.

Jährlich werden zahlreiche hochkarätige Sonderausstellungen zu sehen sein, wie zum Beispiel über moderne Arbeiten mit venezianischem Glas, Porzellan aus Japan und China, die russische Avantgarde, Faberge-Schmuck oder den österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser.

Riga Börse - Museum für Ausländische KunstDer renovierte Bau der „Riga Börse" (Foto: Live Rīga)

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Museum für Ausländische Kunst (Mākslas muzejs Rīgas Birža), Doma laukums 6, LV-1050 Riva
  • Wann: Di – Do, Sa – So 11.00 – 18.00 Uhr, Fr 11.00 – 20.00 Uhr
  • Wieviel: Erwachsene ab 3,50 Euro, ermäßigt ab 2,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Email rigasbirza(at)lnmm.lv sowie mehr Infos im Internet unter www.lnmm.lv/en/mmrb (englische Internetseite)

(Stand: März 2020)

Eisenbahn-Museum

Museum der Geschichte der Eisenbahn in Lettland

Das Museum zur Geschichte der lettischen Eisenbahn ist in einer alten Lagerhalle am linken Ufer des Flusses Daugava untergebracht. Eisenbahnfreunde finden hier eine Fülle an Informationen und die größte Sammlung an Schienenfahrzeugen im Baltikum, unter anderem eine Feldbahnlokomotive, einen Schienenschneepflug, unzählige Waggons – darunter auch der letzte Passagier-Waggon der in Fenikss gebaut wurde, der Schienenbus einer Torffabrik u.v.m. Kinder können Passagier, Lokomotivführer, Weichensteller und Tankwart spielen oder sich mit der Modelleisenbahn beschäftigen.

Für Nachforschungen steht eine elektronische Datenbank mit Fotografien, Postkarten und Veröffentlichungen zur Verfügung. Interessierte erhalten einen detaillierten Einblick in Bahnhofsgebäude, Eisenbahnbrücken, Fahrzeuge, Tickets usw.

In einem Kiosk erhalten Sie Postkarten, Bücher, Puzzles und DVDs zum Thema.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Museum der Geschichte der Eisenbahn Lettlands, Uzvaras bulvaris 2 / 4, LV-1048 Riga
  • Wann: Di, Do, Fr und Sa 10.00 – 17.00 Uhr, Mi 11.00 – 20.00 Uhr
  • Wieviel: Erwachsene 3,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter +371 20032331 oder Email muzejs(at)ldz.lv sowie mehr Informationen unter www.railwaymuseum.lv (englische Internet-Version)

(Stand: März 2020)

Ehemaliges KGB-Hauptgebäude

"Eckhaus" - ehemaliges KGB-Hauptgebäude in Riga

Im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadtjahres in Riga konnte das ehemalige Hauptgebäude des KGB an der Brivibas iela und Stabu iela – das sogenannte Eckhaus – erstmals besichtigt werden, und ab Februar 2015 wurden auch weiterhin geführte Rundgänge angeboten. Mit dem "Eckhaus" sind unzählige Lebens- und Leidensgeschichten untrennbar verbunden. Insgesamt beleuchten sechs thematische Ausstellungen die geschichtliche Ereignisse, diese sind im einzelnen: "In den Kellern der Tscheka", "Koffer eines Letten", "Die (Re)konstruktion einer Freundschaft", "Trotz allem", "Geschichten aus zehn Akten über Menschen und Macht" und "Museum der Schicksalsakten"..

Nach der Besetzung Lettlands am 17. Juni 1940 durch die Sowjetunion ist in dieses Gebäude das Komitee für Staatssicherheit der Lettischen SSR (Lettische Sozialistische Sowjetrepublik), im Volksmund KGB genannt, eingezogen. Bald wurden wurden Gefängniskammern, eine Folterkammer und ein Raum für die Vollstreckung der Todesurteile eingerichtet. Im Gefängnis gab es insgesamt 44 Zellen mit ursprünglich rund 175 Plätzen. Mit Ansteigen der Anzahl der Gefangenen waren diese Zellen aber oft überfüllt. So kam es durchaus vor, dass eine Zelle für sechs Personen mit 36 Gefangenen belegt wurde.

Der KGB befand sich bis zum Jahr 1991, als Lettland seine staatliche Unabhängigkeit wieder bekam, im Eckhaus. Seit 2008 stand es leer und verwahrlost.

Die Führungen durch das Gebäude dauern rund 1,5 Stunden und finden zu bestimmten Zeiten statt. Die Eintrittskarten für die Führung sind an der Kasse der Ausstellung (Innenhof Eckhaus) und im Rigaer Tourismusinformationszentrum (Rātslaukums 6) sowie im Internet erhältlich.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Brīvības iela 61, LV 1010 Rīga
  • Wann: Mo - So 10.30 - 17.30 Uhr
  • Wieviel: Freiwillige Spenden, Führungen Erwachsene 10,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon +371 27875692 oder Email info.kgb(at)omf.lv sowie mehr Informationen unter okupacijasmuzejs.lv (englische Internet-Version)

(Stand: März 2020)