Weisse Wiek Boltenhagen
Ferienresort auf der Halbinsel Tarnewitz mit Yachthafen, Restaurants, Badestrand ...
Sankt Anna Schären
Im Schärengarten von Östergötland
Langballigau
Idyllischer Ort an der Flensburger Förde mit Yachthafen, Badestrand, Wanderwegen ...
Bergs Slussar am Göta Kanal
Ausflugtipp - Schleusentreppen in Berg
Eckernförde
Charmantes Ostseebad an der Eckernförder Bucht ...
Mit dem Boot durch Schweden
Auf dem Göta Kanal von der schwedischen Westküste zur Ostküste
Fehmarnsundbrücke
Die Verbindung zur Insel Fehmarn ...
Schären bei Västervik
Mit dem Boot durch idyllische Landschaften
Grenaa
Hafenstadt am Kattegat auf der dänischen Halbinsel Djursland

Tipps für Sehenswürdigkeiten, Ausflüge und Attraktionen an der Ostseeküste von Pomorskie (Pommern)

Für Besucher*innen der Ostseeküste von Pomorskie (Pommern) steht ohne Frage der Ostseestrand im Mittelpunkt. Für alle, die Abwechslung mögen, gibt es zudem zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Für Ausflüge ist auch das Binnenland ein interessantes Ziel.

Gleich am Übergang von Zachodniopomorskie zu Pomorskie liegt an der Ostseeküste die Kur- und Hafenstadt Ustka. Ursprünglich wurde der Ort als Hafen von Słupsk gegründet und war im Mittelalter Mitglied der Hanse. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die alten Steinmolen, der Leuchtturm, die Hafenspeicher aus dem 19. Jahrhundert oder der Kaptänswinkel (Zaułek Kapitański ). Im Kapitänswinkel rund um den plac Kościelna findet man zahlreiche traditionelle Fischerkaten aus dem 19. Jahrhundert, die in den letzten Jahren umfassend saniert wurden.

Sehenswürdigkeiten, Ausflüge, Attraktionen an der Ostseeküste von Pomorskie (Pommern) - Wassermühle in SlupskAlte Wassermühle von SłupskIm Nordwesten von Pomorskie im Binnenland liegt Słupsk. Das Schloss der Pommerschen Herzöge beherbergt heute das Muzeum Pomorza Śródkowego (Mittelpommersches Museum). Es verfügt über eine große Sammlung von Pastellen des expressionistischen polnischen Malers und Schriftstellers Stanisław Ignacy Witkiewicz, auch Witkacy genannt. Weitere Attraktionen sind die Schlosskirche, die Schlossmühle, Reste der mittelalterlichen Stadtmauer mit dem Hexenturm (Baszta Czarownic), das Neue Tor oder das repräsentative Neue Rathaus im neogotischen Stil. In den Dörfern rund um Słupsk gibt es zahlreiche Fachwerkbauten zu entdecken. Als „Hauptstadt des karierten Landes“ gilt das Dorf Swołowo, etwa 15 Kilometer nordwestlich von Słupsk. Die mittelalterliche Struktur des Dorfes ist fast unverändert erhalten. Mit EU-Hilfe werden die Fachwerkhäuser und -höfe rund um den Dorfteich nach und nach saniert. Das Bauernhaus Zagroda Albrechta (Albrechtshof) ist eines von ihnen. Hier befindet sich als Außenstelle des Mittelpommerschen Museums in Słupsk ein Zentrum zur Förderung pommerscher Kultur.

Aussichtspunkt Słowinski Park NarodowyAussichtspunkt am Łebsko-See im Słowinski Park NarodowyBesonderer Tipp für einen Ausflug ist die "polnische Sahara" - östlich des Ferienorts Rowy gelegen. Sie ist das größte europäische Sanddünengebiet. Die Wanderdünen erreichen eine Höhe von bis zu 42 Metern. Die Dünenlandschaft ist Teil des Słowinski Park Narodowy (Slowinzischer Nationalpark), der Welt-Biospärenreservat der UNESCO ist. In der Region befinden sich mehrere Seen, u.a. der 71 Quadratkilometer große Łebsko-See. In den Schilfgürteln der Seen nisten mehr als 250 verschiedene Vogelarten. Im Binnenland am Łebsko-See liegt am Rande des Nationalparks das Museumsdorf Kluki mit gut einem Dutzend Reet gedeckter Fischerkaten und Bauernhäuser. Im Slowinzischen Dorfmuseum (Muzeum wsi slowińskiej) wird über die Kultur der hier früher lebenden Slowinzen informiert.

Das alte Fischerdorf Łeba ist bedeutender Ferienort im Bereich des Nationalparks. Das älteste Gebäude im Zentrum der Stadt ist die Fischerkirche Kościół Rybackie. Bekanntes Ausstattungsstück ist das kleine Bild der Muttergottes vom expressionistischen Maler Max Pechstein, der sich häufig in Łeba aufhielt. Der Ort Łeba befand sich ursprünglich weiter westlich, wurde aber von den Wanderdünen begraben. Heute sind nur noch die Ruinen der Kirche St. Nikolaus westlich des gleichnamigen Flusses Łeba zu finden.

Die 34 Kilometer lange Halbinsel Hel trennt die Danziger Bucht vom offenen Meer. Sie ist Teil der Kaschubischen Küste und beliebte Urlaubsregion. Die Halbinsel Hel ist an ihren schmalsten Stellen nur 200 Meter breit. Sie besitzt breite Sandstrände im Norden und schmalere im Süden. Hel, die gleichnamige Kleinstadt, liegt am Ende der Halbinsel. Attraktionen in der 700 Jahre alten Gemeinde sind die ul. Wiejska, die von alten Fischerhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt wird, die gotische Kirche St. Peter und Paul, das Fischereimuseum, die Robbenstation und der Leuchtturm, der auch bestiegen werden kann. Jurata und Jastarnia sind Ferienorte im Zentrum der Halbinsel. Jurata verfügt über eine 330 Meter lange hölzerne Mole. In Jastarnia befindet sich die 1930 gebaute neobarocke Kościół p.w. Nawiedzenia Najświętszej Maryi Panny (Kirche der Geburt der Jungfrau Maria). Ihre Kanzel hat die Form eines Fischerbootes.

Der Ferienort Władysławowo verbindet die Halbinsel mit dem Festland. Die Stadt besitzt den größten Fischereihafen Polens. Im Stadtteil Cetniewo wurde Anfang der 1950er Jahre ein olympisches Trainingszentrum gegründet. Auf der Allee der Sportstars befinden sich die bronzenen Handabdrücke zahlreicher polnischer Spitzensportler*innen. Jastrzębia Góra liegt rund 10 Kilometer westlich von Władysławowo und ist der größte Ferienort an der kaschubischen Küste. Er ist der nördlichste Punkt Polens, der von einem Findling markiert wird. Zwischen Jastrzębia Góra und Władysławowo befindet sich der 33 Meter hohe Leuchtturm von Rozewie. Er beherbergt eine kleine Leuchtturm-Ausstellung.

Gegenüber von Hel liegt Puck. Jedes Jahr am 29. Juni kommen die Fischer von Hel mit ihren bunt geschmückten Booten, um in der Kościół Św. Piotra i Pawła den Segen des Erzbischofs zu empfangen. Die dreischiffige Pfarrkirche ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Sehenswert sind auch das Altstadtensemble rund um den plac Wolności mit Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, das klassizistische Rathaus und das regionale Museum.

Das Dorf Krokowa liegt im Binnenland in der Nähe der kaschubischen Ostseeküste. Das dreiflügelige Schloss im Zentrum des Ortes wurde umfassend saniert und beherbergt eine Ausstellung zur Geschichte der Familie von Krockow. Ein weiteres Museum - das Muzeum Regionalne (Regionalmuseum) - widmet sich der Kulturgeschichte der Region. Żarnowiec liegt 9 Kilometer westlich von Krokowa am gleichnamigen See. In dem Zisterzienserkloster befindet sich eine barock ausgestattete Saalkirche mit schönen Sternengewölbe.

Gedenkstätte im KZ Stutthof - EingangEingang zum Konzentrationslager StutthofNordwestlich von Gdynia im Binnenland - ca. 25 Kilometer von der polnischen Hafenstadt entfernt - liegt Wejherowo. Bereits im 17. Jahrhundert wurde hier ein Kalvarienberg mit einem 4 Kilometer langen Kreuzweg mit 26 Kapellen angelegt, dessen Stationen den Leidensweg Christi markieren. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert, die spätbarocke Kościóła Klasztornego (Klosterkirche St. Anna) mit dem Bild der Muttergottes, das 1999 vom damaligen Papst Johannes Paul II. geweiht wurde, und der Palast der Familien Przebendowski und Keyserling, in dem das Kaschubisch-Pommersche Museum für Schrifttum und Musik untergebracht ist.

Östlich von Gdańsk liegen die Ferienorte Stegna und Jantar. Hier kann man besonders nach Stürmen Bernstein am Strand finden. Jedes Jahr im Sommer finden die Meisterschaften im Bernsteinfischen statt. Ganz in der Nähe in Sztutowo (Stutthof) richteten die Nationalsozialisten 1939 nach dem Überfall auf Polen das erste Konzentrationslager ein. Heute gibt es dort eine Gedenkstätte.

Weiter östlich trennt die Frische Nehrung (polnisch: Zalew Wiślany) die Ostsee vom Frischen Haff. Größter Urlaubsort auf der Nehrung ist Krynica Morska. In Richtung Osten erstrecken sich ausgedehnte Dünenlandschaften. Von Krynica Morska sind es noch ungefähr 15 Kilometer zur Grenze der russischen Enklave Kaliningrad. Mit Ausflugsschiffen können Besucher*innen vom Hafen in Krynica Morska aus das Haff in Richtung Elbląg oder Richtung Fromborg überqueren. Beide Orte liegen schon in der Woiwodschaft Warmińsko-Mazurskie (Ermland-Masuren).

Krynica Morska - Ausflug mit dem Schiff

Krynica Morska Ausflugtipp: Mit dem Ausflugsdampfer nach Frombork 

Im Sommer verkehren Ausflugsdampfer (www.zegluga.pl) auf dem Frischen Haff und bringen Sie zu außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten. So können Sie von Krynica Morska aus einen Ausflug nach Frombork unternehmen, das unmittelbar am Frischen Haff und am Rande des Landschaftsschutzgebietes der Elbinger Höhen liegt.

Blick auf den Dom in FromborkDer Dom in Fromborg (Foto Polnisches Fremdenverkehrsamt)

Frombork – die „Perle des Ermlandes" - verfügt über eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Nordpolens. Den Domhügel (Wzgórze Katedralne) mit einer großen Backsteinkirche sieht man schon von weitem. Die dreischiffige gotische Kathedrale entstand in den Jahren 1329-1388, und sie ist damit das älteste noch erhaltene Gebäude auf dem Domhügel. Mehrere Anbauten erweiterten das 97 Meter lange Gotteshaus im Laufe der Jahrhunderte. Mehr als 100 Grabplatten und 20 Epitaphe sind in Boden und Wände der Hallenkirche eingelassen. 1735 stiftete das Domkapitel einen Epitaph für Kopernikus, der heute noch am ersten Pfeiler im nördlichen Kirchenschiff zu sehen ist und an den polnischen Universalgelehrten erinnert. Nikolaus Kopernikus (Mikołaj Kopernik) verbrachte als Verwalter des Domkapitels den Großteil seines Lebens auf dem Domhügel. Er verfasste hier sein bahnbrechendes Werk über den Lauf der Himmelskörper.

Zu der wertvollen Innenausstattung des Domes gehört unter anderem ein Hochaltar, der in den Jahren 1747-1752 vom Krakauer Meister Franciszek Placidi geschaffen wurde. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist auch das spätgotische Tryptichon des ehemaligen Hauptaltars, das die Madonna mit dem Kinde zeigt. Gestiftet wurde es im Jahre 1504 vom damaligen Bischof Lukas von Watzenrode. Die 1693 gebaute Barockorgel mit ihren beweglichen Figuren ist für ihren hervorragenden Klang berühmt und erklingt jeden Sommer im Rahmen des Internationalen Orgelfestivals.

Öffnungszeiten der Kathedrale:

  • Mo – Sa 9.30 – 17.00 Uhr (im Winter 9.00 – 16.00 Uhr)

In dem ehemaligen Bischofspalast, der im zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört, jedoch in den Jahren 1965-1970 wieder errichtet wurde, ist heute das Kopernikusmuseum untergebracht. Die Ausstellung verfügt über Exponate zur Stadtgeschichte und beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken von Kopernikus und der Geschichte des Domhügels. Das Muzeum Mikołaja Kopernika befindet sich in der ul. Katedralna 8.

Öffnungszeiten des Museums:

  • Di – So 9.00 – 16.30 Uhr (im Winter 9.00 – 15.30 Uhr)

Eine Nachbildung des Arbeitszimmers des Astronomen Nikolaus Kopernikus findet man im so genannten Kopernikus-Turm. Dieser stammt aus dem Jahr 1410 und wurde als Teil der Wehrmauern erbaut. Bis zu seinem Tode 1543 soll Kopernikus den Turm fast vierzig Jahre lang als Werkstatt genutzt haben.

In einem weiteren Turm, einem Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert (Wieża Radziejowska), befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man bei klarer Sicht über das Frische Haff bis nach Kaliningrad (Königsberg), das ca. 60 Kilometer entfernt ist, gucken kann. Im Planetarium im Untergeschoss kann man den ermländischen Sternenhimmel bewundern, eine Nachbildung des Foucault'schen Pendels im Obergeschoss erklärt die Rotation der Erde.

Weitere Informationen:

Ausflugtipp Oberlandkanal

Kanał Ostródzko-Elblągski (Oberlandkanal) – vom Frischen Haff zu den Masurischen Seen

Wer sich in der Region Frisches Haff aufhält, sollte auf alle Fälle einen Ausflug an den Kanał Ostródzko-Elblągski (Oberlandkanal) einplanen, vielleicht sogar eine Schiffsfahrt. Denn der mehr als 150 Jahre alte Kanal zwischen Ostróda und Elbląg gehört zu den größten Touristenattraktionen im Westen der polnischen Woiwodschaft Warmińsko-Mazurskie (Ermland-Masuren).

Der Oberlandkanal zählt heute zu den weltweit bedeutenden wasserbautechnischen Denkmälern. Gebaut wurde er in den Jahren 1848 - 1860, um die Seen im Westen Masurens mit dem Frischen Haff (Zalew Wiślany) zu verbinden. Konstrukteur war der Königsberger Ingenieur Georg Steenke. Die Gesamtlänge des Oberland-Kanals beträgt 115,6 km. Bemerkenswert ist jedoch eine Strecke von rund 80 Kilometern, auf der fünf geneigte Ebenen einen Höhenunterschied von fast 100 Metern ausgleichen. Die Schiffe werden dort auf eine Plattform geladen und mit einem Seil über Schienen gezogen. Angetrieben wird der Mechanismus von einem großen Wasserrad, das mit dem Wasser des Kanals gespeist wird. Der Oberlandkanal wurde nur kurze Zeit für Lasttransporte genutzt und dient heute nur noch dem Ausflugsverkehr.

Der Oberlandkanal wurde 2015 umfangreich restauriert. Die Schiffe der Gesellschaft Zegługa Ostródzka-Elbląska verkehren vom 1. Mai bis 30. September täglich zwischen Elbląg und Ostróda. In den Sommermonaten ist eine rechtzeitige Reservierung zu empfehlen.

Weitere Informationen zu den Angeboten von Żegluga Ostródzko-Elbląska finden Sie unter folgendem Link: www.zegluga.com.pl

Aufsflugsdampfer auf dem OberlandkanalAusflugsdampfer auf dem Oberlandkanal (Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt)

Über Nikolaus Kopernikus

Exkurs: Ein neues Grab für Nikolaus Kopernikus (Mikołaj Kopernik)

Nikolaus Kopernikus, der in Polen Mikołaj Kopernik heißt, wurde am 19. Februar 1473 in Toruń (Thorn) geboren und starb am 24. Mai 1543 in Frombork (Frauenburg).

Kopernikus wuchs bei seinem Onkel Lukas Watzenrode, einem ermländischen Fürstbischof, auf. Ihm verdankt Kopernikus es, dass er nach einem Studium in Krakau und Bologna eine Stelle beim Domkapitel in Frombork erhielt. Hier war er fast vier Jahrzehnte lang in der Verwaltung und nebenbei als Arzt tätig. Ausgiebig widmete er sich seinen astronomischen Studien, und erstmals vertrat Kopernikus 1509 in kleinem Kreis seine Theorie, dass sich die Erde um die Sonne dreht und dabei auch um die eigene Achse rotiert. 34 Jahre später veröffentlichte er diese für die damalige Zeit revolutionäre Theorie in seinem Hauptwerk „De Revolutionibus Orbium Coelestium". Nach seinem Tode wurde er in Frombork beigesetzt.

Bis vor einigen Jahren war jedoch seine Grabstätte nicht bekannt. Im Jahre 2005 fand man bei Grabungen im Dom einen Schädel und Knochen, die von Kopernikus sein konnten. Doch erst drei Jahre später brachten DNA-Untersuchungen endgültige Gewissheit. Die gefundenen Knochen wurden mit Haaren, die man in einem Buch des berühmten Gelehrten gefunden hatte, verglichen und ihm so zugeordnet. Im Mai 2010 wurden die sterblichen Überreste von Kopernikus erneut im Dom von Frombork beigesetzt.